Kategorie: Vereine
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ironjoe
Abschlach Hamburg 1887
Nordlicht
Werder-AlexIn dieser Gruppe geht es um Adrain Maleika und das so etwas NIE WIEDER passieren soll!!!
Walter Rehmer, Archivar des HSV, schüttelt den Kopf: "Leider kennen sich viele Fans in der Historie nicht aus. Die plappern einfach irgendwas nach, obwohl sie nichts über die Hintergründe und Zusammenhänge wissen." Anders kann man solche Entgleisungen wie zum Beispiel beim Nordderby im November 2003 in Hamburg nicht erklären, als einige HSV-Fans die Parole skandiert haben: "Adrian Maleika – die Steine fliegen weiter."
"Mit Sicherheit ist bis heute niemand stolz darauf, dabei gewesen zu sein", schreibt HSV-Fan "Amsterdam77" im Internet.
16. Oktober 1982, ein durchwachsener
Herbsttag in der norddeutschen Tiefebene. In den Vormittagsstunden
dieses Tages machen sich einige hundert Bremer Fans auf den Weg ins
120 Kilometer entfernte Hamburg. HSV gegen Bremen - Nordderby. Es
geht um viel, sehr viel. Wesentlich mehr als sonst, denn der
wiedererstarkte SV Werder hat sich zum ernsthaften Kontrahenten des
amtierenden deutschen Meisters Hamburger SV gemausert.
Zur
gleichen Zeit in Hamburg: Mitglieder des HSV-Fanclubs "Die
Löwen" saufen sich in Stimmung, es geht schließlich
gegen die stinkenden Fischköppe. Den werden wir mal zeigen, wer
Chef im Norden ist.
Die Tabellenkonstellation, der
Derby-Charakter, der Alkohol - Zutaten zu einem Mord, mit dem die
Bundesliga ein großes Stück Unbekümmertheit verlor
und der das Tischtuch zwischen den Fans der Nordclubs SV Werder
Bremen und Hamburger SV nachhaltig zerschnitt...
Die
Beziehung zwischen den Fans des SVW und denen des HSV war, man wird
es kaum für möglich halten, gar nicht so schlecht. Die
Vahraonen drücken es auf ihrer sehenswerten Homepage so aus:
"von einem ursprünglich fast freundschaftlichen Verhältnis
in ein Najaaa-Verhältnis". Was im Herbst 1982 kommen
sollte, machte alles kaputt.
Fragt man Willi Lemke nach dem
traurigsten Moment seiner nunmehr über zwei Jahrzehnte dauernden
Tätigkeit beim SV Werder, erhält man folgende Antwort: "Der
Tag an dem Adrian Maleika starb. Ein netter Junge, ich kannte ihn
gut. Er wohnte sogar bei uns in der Nachbarschaft." (Interview
im Weserkurier aus 03/2003).
Adrian Maleika, 16 Jahre alt,
Glaserlehrling aus Bremen, seineszeichens Mitglied im Werder-Fanclub
"Die Treuen", Kuttenträger, grün-weiß durch
und durch, war einer der Bremer, die sich auf die Reise an die Elbe
machten. Das ganze Leben noch vor sich, in freudiger Erwartung eines
packenden Derbys und eines gepflegten Wochenendes mit allem, was dazu
gehört.Kutte über - und los !
Wer die Gegend um die
heutige AOL-Arena kennt, weiß, was Phase ist. Auf der einen
Seite die Stadtteile Lurup und Osdorf, Problemgegenden Hamburgs,
Trabantensiedlungen mit hohem sozialem Konfliktpotential. Im Norden
Industriegebiet. Das Stadion schmiegt sich zum Osten an den Volkspark
an. Endmoränenlandschaft, d.h. hügelig und relativ dicht
bewaldet mit fiesen Stellen, an denen man anderen Menschen auflauern
kann. Geht man vom Parkplatz BRAUN als Auswärtsfan zum Stadion,
wird man sehr schnell ein mulmiges Gefühl bekommen. Das Gebiet
eignet sich hervorragend für Aktionen hinterhältigster Art,
zumal auch die Polizei nicht überall präsent sein
kann.
auch der Weg vom S-Bahnhof Stellingen zum Stadion
gestaltet sich nicht gerade vertrauenserweckend. Düstere
Unterführungen, Böschungen, das ganze Gedeck. Kurzum: man
ist froh, später wieder im Auto auf der A1 zu sitzen.
So
oder so ähnlich muss es auch den Bremer Anhängern gegangen
sein, als sie am besagten 16. Oktober 1982 sich aufmachten, den Platz
in der Ostkurve des Volksparkstadions einzunehmen. Für 150
Bremer Fans, unter ihnen Adrian Maleika, wie gesagt 16 Jahre alt und
somit mindestens 70 Jahre zu jung, um sterben zu müssen, gibt es
ein unerwartetes Hindernis: gewaltbereite sogenannte "Fans"
des Hamburger SV, die nach polizeilichen Ermittlungen fast
ausnahmslos der just in dieser zeit in Mode gekommenen rechten
Skinheadszene zuzuordnen waren, griffen an. Und zwar mit allem, was
an gefährlichen Sachen aufzählbar ist. Leuchtspurmunition,
Gaspistolen, Steine etc. gegen 150 Bremer, die zwar durchaus die
Courage zur Verteidigung haben und unter denen sicherlich der ein
oder andere auch kein Kind von Traurigkeit ist. Mit einer solchen,
bis dato beispiellosen Brutalität, wie sie Sportveranstaltungen
auf deutschem Boden bislang nicht gekannt hatten, konnte jedoch
keiner der Bremer rechnen. Ein feiger, gegen jeglichen Kodex
verstoßender Angriff.
Adrian Maleika bekommt einen Stein
an den Kopf, der ihn zu Boden sinken lässt. Die völlig
enthemmten Hamburger treten auf den hilflos am Boden liegenden Jungen
aus Bremen ein, ohne Unterlass. Die behandelnden Ärzte versuchen
im Krankenhaus, Adrian zu retten, doch er verstirbt am 17. Oktober
1982 an den Folgen eines Schädelbasisbruchs und schweren
Gehirnblutungen.
Adrian Maleika wird in der darauf folgenden
Woche zur letzten Ruhe gebettet, in seiner Kutte. Eine kurze Zeit
ereifert sich das Land (vor allem die Bild-Zeitung) an dem Ereignis,
dann kehrt wieder Ruhe ein. Adrian Maleika ist tot, das Leben geht
weiter. Im Dezember 1983 kommt es zur Verhandlung vor dem Landgericht
Hamburg. Acht Mitglieder verschiedener HSV-Fanclubs, darunter der
berüchtigten "Löwen", werden wegen Mordes
angeklagt. Nur einer der Täter wird zu zwei Jahren und sechs
Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Man kann ihm einen Steinwurf
nachweisen. Ein weiterer Angeklagter erhält zwölf Monate
auf Bewährung. Den weiteren sechs Angeklagten ist eine direkte
Beteiligung an der Tat nicht nachzuweisen. Akte zu, Ende der
Veranstaltung.
Der Werder-Fanclub "Die Treuen"
verhängt umgehend einen Aufnahmestopp. Das ehemals
Najaaa-Verhältnis zum HSV verkehrt sich zu offenem Hass
gegenüber den Hamburgern, eine tiefe Abneigung, die auch heute
noch nahezu unüberwindbar scheint.
Statt aufzuwachen und
festzustellen, dass die Anhänger im Begriff sind, sich durch
Gewalt ihre Lieblingssportart zu zerstören, war der Tod von
Adrian Maleika in dieser wie auch in jeglicher anderen Hinsicht
völlig umsonst. Der Polizist Nivel (auch unter anderem von einem
stadtteilbekannten Luruper Hool niedergeknüppelt), 39 Tote im
Brüsseler Heysel-Stadion und viele weitere Gewaltopfer belehren
uns leider eines Besseren.
Adrian Maleika wäre heute 37
Jahre alt. Vielleicht würde er mit seinem kleinen Jungen im Oberrang der Ostkurve sitzen, sich mit uns freuen, ärgern,
bei Toren mit uns in den Armen liegen, wahrscheinlich würde er
das. Wahrscheinlich wäre er aber auch unheimlich sauer, wenn er
Leute ausrasten sieht, die andere Menschen verprügeln, nur weil
sie mit sich und dem Leben nicht klar kommen.
Immer wenn wir
in Rage sind, durch Sprüche und Gesänge gegnerischer Fans
uns provoziert fühlen und vielleicht in einem schwachen Moment
am liebsten den ganzen Haufen verprügeln wollten, sollten wir
daran denken, warum Adrian Maleika gestorben ist.
FORGIVEN,
NOT FORGOTTEN !
21.04.2009 04:30
tja, so ist aber fußball. sich gegenseitig hochpushen und "nettigkeiten" austauschen gehört einfach dazu. nur darf es nicht zu gewalt kommen!
ich sehe das wie 05er, pro rivalität und contra gewalt
zu dem kollegen Milovanovic braucht man glaube ich nix mehr sagen oder? der ist einfach nur hohl in der birne
23.02.2009 16:11
Eure Gruppe ist eig gut aber ihr werdet damit nix erreichen bei mylaola gibt es genügend anfeindungen vor allem gegen TSG 1899 Hoffenheim und seine Fans.....aber auch in vielen anderen Spielthreads geht es ab
Frankfurt-KSC
Stuttgart-KSC
HSV-Werder
Bayern- Alle
1899-Alle
BVB-S04
und ich koennte noch mehr aufschreiben aber man sollte sich damit abfinden das bei einem Fussballspiel nicht nur um das Spiel selber geht sondern auch darum andere Fans zu beleidigen sich gegenseitig hochzupushen (siehe Pyroaktionen) und letztendlich den Gegner in der 1 und 2 sowie in der 3 Halbzeit zu besiegen !!!!
21.02.2009 03:04
Ja ich werfe Stein auf Stein auf die Elf vom Niederrhein
Borussia Mönchengladbach denn das ist ein Sch..... Verein!
Mit solchen Sätzen von Milovanovic fängt vieles an!
Leider war mylaola nicht bereit die Sätze zu löschen,weil es natürliches Liedgut aus den Stadien wäre.
Schade und wenig fair!
29.04.2008 03:32
ich glaube das wurde von uns falsch verstanden.
ich entschuldige mich für das löschen und weise hiermit auf den blog eintrag von dir hin.
gruß
D
15.05.2009 11:23
So was darf nie wieder passieren!
Hab das damals voll mitbekommen, was da ablief - ich war so schockiert und wütend!!!
Auf seine Peiniger hätte ich Steine geschleudert, um spüren zu lassen, was sie ihm angetan haben! Die Strafe damals war ein Hohn, ein schlechter Witz!!!!!!!!!!
Bis heut hab ich ihn net vergessen - werd ich auch nie!!
Seine Seele möge Frieden gefunden haben!!
Steine dürfen NIEMALS wieder fliegen!!!!!!!!